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Notunterkunft Carolinenstraße

Bereits Ende Mai haben wir in Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum „Treffpunkt“ in Lobeda-Ost die Notunterkunft in der Carolinenstraße an das Freifunk-Netz anbinden und den dort lebenden geflüchteten Menschen unkompliziert und vor allem kostenlosen Zugang zum Internet bringen.

Gemeinschaftsunterkunft August-Bebel-Straße

Desweiteren haben wir Anfang Juni die Gemeinschaftsunterkunft in der August-Bebel-Straße an das Freifunk-Netz anschließen können – hier stellte sich aber kurz nachdem wir online gegangen sind heraus, dass die Stadt – entgegen anderer Versprechen in der Vergangenheit – die dezentrale Unterbringung auflöst und unter anderem die GU August-Bebel-Straße in den kommenden Wochen geschlossen wird.

Notunterkunft Jenzigweg

Ebenfalls an das Freifunk Netz angeschlossen wurde die Notunterkunft am Jenzigweg. Hier haben wir via Richtfunk aus 1,8km Entfernung unser Netz aus Jena-Nord „geholt“ und den ersten Bereich vor Ort mit Freifunk-Routern ausstatten können.

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Vor einiger Zeit haben wir begonnen uns im Bereich der Internetversorgung der Flüchtlingsunterkünfte zu engagieren. Viele Bretter galt es zu bohren. Ortstermine. Förderanträge. Nun sind wir froh, dass in Zusammenarbeit mit den engagierten Menschen des Flüchtlingsfreundeskreis Winzerla die erste Unterkunft mit Internet versorgt werden kann. Und nicht nur wir: Auch die dort unter gekommenen Menschen freuten sich riesig. Können sie jetzt endlich einfacher mit den Verwandten kommunizieren. Prüfen, ob zu Hause alles in Ordnung ist; Ob es der Familie, die viel zu oft mit unklarer Zukunft in Krisengebieten zurückgeblieben ist, gut geht.

Aktuell wird die als Unterkunft umfunktionierte Turnhalle über eine Richtfunkstrecke mit Internet versorgt. Dabei wird eine Entfernung von ca. 500m überbrückt. Wie man so schön sagt, ein Werkzeug ist kein Werkzeug, sind weitere Anbindungen geplant, so dass die Traffic-Last auf viele Schultern verteilt werden kann und die Verbindung in der Turnhalle ausfallsicherer wird.

Neben dem menschlichen, sind auch die technischen Punkte erfreulich. Die Installation fußt auf Nanostations für die Richtfunkstrecke sowie aktuell 3 TP-Link WR841N vor Ort. Gleichzeitig ist es die meistgenutzte Freifunk-Installation in Jena: zu Spitzenzeiten waren kurz nach Einschalten der Knoten ca. 50 Nutzer über die Freifunkknoten online.

Geplant ist neben zusätzlichen Uplinks noch die Erweiterung mit einem Freifunk-Knoten. Damit bleiben wir 1 Knoten unter der ursprünglichen Planung, welche auf Grund kurzfristiger baulicher Veränderungen verworfen werden musste.

 

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DieLinke_J_web_01Seit ein paar Tagen funkt es in den Räumen der Linken in Jena: Getragen von der Idee hinter Freifunk, so kann man es in der News-Veröffentlichung der Linken lesen, unterstützen sie unser Bürgernetz mit dem Aufstellen von Freifunkknoten. Damit stärken sie unser Netz am Markt in Jena und bieten gerade jetzt während des Weihnachtsmarktes durch die Freigabe ihrer Internetanschlüsse unkomplizierten Zugang zum lokalen Datenaustausch und surfen im Internet. Wo gibt es doch gleich den besten Glühwein?Screenshot from 2015-12-13 13-41-03

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„Internetzugang ist kein Luxus, sondern Notwendigkeit“
(Refugees Emancipation e.V.)

 

Für die Flüchtlinge ist ein Zugang zum Internet kein Luxus, sondern absolute Notwendigkeit. Sie nutzen diesen Zugang zur Kommunikation mit Verwandten und Freunden, die auch auf der Flucht sind, zur Information über die Lage zu Hause, wo oft Teile der Familie zurückbleiben und zur Information über Rechte, Möglichkeiten und Fallstricke im deutschen Asylrecht. Vor allem der letzte Punkt macht einen Internetzugang in Erst- und Zwischenunterkünften wichtig. Viele hier haben die komplizierte Prozedur des Asylverfahrens noch komplett vor sich. Durch den dezentralen Ansatz und das Setzen auf drahtlose Verbindungen eignet sich das Freifunk-Konzept besonders für den schnellen und unkomplizierten Aufbau von Internetverbindungen zu den neu entstehenden Flüchtlingsunterkünften in Jena.

Freifunk Jena ist eine Initiative, die sich zum Ziel gesetzt hat, an möglichst vielen Stellen in Jena ein frei zugängliches WLAN aufzubauen. Möglich wird dies durch die Mithilfe von Freiwilligen, die bereit sind einen Freifunk-WLAN-Router bei sich zu Hause aufzustellen. Im Idealfall stellen sie ihren Internetzugang für die Verbindung zwischen Freifunknetz und Internet zur Verfügung. Router die in Funkreichweite von einander stehen, kommunizieren drahtlos miteinander und bilden so ein eigenes dezentrales Netz. Wer seinen Internetzugang für Freifunk zur Verfügung stellt muss dabei keine rechtlichen Konsequenzen befürchten. Die Daten vom Freifunk-Router werden zunächst verschlüsselt zu einem anderen Server weitergeleitet. Dort erst gelangen sie mit den Daten vieler anderer Freifunker ins „offene Internet“. Eine Rückverfolgbarkeit zum Anschlussinhaber ist damit nicht mehr möglich. Sollten einmal Rechtsverstöße über den eigenen Zugangpunkt begangen werden, ist die Haftung des Knotenbetreibers (sog. Störerhaftung) somit ausgeschlossen.

Bei der Versorgung der Flüchtlingsunterkünfte mit Internetzugang kann jede(r) mithelfen, der/die in der Nähe einer Unterkunft wohnt und eine Sichtverbindung dorthin hat. Zumindest sollten keine Gebäude im Weg sein. Benötigt wird ein WLAN-Router mit der Freifunk-Firmware. Diesen kann das Freifunk-Projekt für ca. 20 EUR fertig vorbereitet zur Verfügung stellen. Darüber hinaus sollte ein Internetanschluss (DSL oder Kabel) mit 16 MBit/s oder mehr zur Verfügung stehen. Alternativ müssen andere Freifunk-Router vom Standort aus erreichbar sein.

Mit der Beteiligung am Freifunk-Projekt kannst Du somit nicht nur helfen, den Flüchtlingen Zugang zu wichtigen Informationen zu ermöglichen, sondern auch am Ausbau eines freien WLAN-Netzes in Jena mitwirken, welches allen zur Verfügung steht.

Wenn Du Lust bekommen hast mitzumachen oder noch Fragen zu Freifunk hast, wende Dich an das Team von Freifunk Jena. Hier wird man gern Deine Fragen beantworten und Dich beim Aufbau Deines eigenen Freifunk-Knotens unterstützen.

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Freifunk LogoThüringer Freifunker beteiligen sich nicht an Konzeptauswahlverfahren

Das vom Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft (TMWWDG) ausgeschriebene Konzeptauswahlverfahren „Pilotprojekt Freifunk in Thüringen“ steht nicht im Einklang mit den Vorstellungen der Freifunker_innen. Die Freifunkcommunities aus Thüringen beteiligen sich deshalb nicht an diesem Auswahlverfahren. „Ich halte ein Modellprojekt zur Freifunkförderung für den völlig falschen Ansatz“ sagt Andreas Bräu vom Weimarnetz e. V. „Weder wollen die Thüringer Freifunker_innen miteinander im Wettbewerb stehen, noch ist die auf eine Stadt konzentrierte Förderung eines Projekts sinnvoll.“ Diese Form der Förderung enspricht nicht den Zielen des Koalitionsvertrags, in dem es heißt „Die Koalition unterstützt bürgerschaftliches Engagement im Bereich des Netzzugangs. Freifunkinitiativen in Thüringen sollen stärker gefördert und beraten werden“.

Nach Bekanntwerden der Unterstützung durch die Landesregierung haben sich die Thüringer Freifunkcommunities voller Enthusiasmus und Tatendrang an die Planung von Projekten gemacht. Die im Haushalt für 2015 eingeplanten Mittel sollten schließlich sinnvoll und nachhaltig eingesetzt werden. Mit der Ausschreibung des TMWWDG verband man die Hoffnung, ein Projekt für das gesamte Land Thüringen abzugeben. Doch in Gesprächen wurde mehrfach betont, dass diese Ausschreibung nur für die Förderung in einer Kommune gedacht ist. Idealerweise sollte dort noch kein Freifunk vorhanden sein. Freifunk ist in erster Linie eine durch verschiedene Menschen getragene Graswurzelbewegung. Mehrere Menschen finden sich vor Ort zusammen und vernetzen sich auf sozialer und technischer Ebene. Man stellt eigene Technik auf oder finanziert größere Installationen durch Spenden. Private Internetanschlüsse werden freigegeben, um einen Zugang zum Internet aus dem Freifunknetz zu haben. Ein weiteres wesentliches Ziel ist der Aufbau und die Weitergabe von Wissen über die Technik und Software. „Gern möchten wir auch Möglichkeiten für mobile Solarrouter untersuchen, um das Netz in entlegene Gebiete zu bringen, wo Strom und Internet Mangelware sind.“ erläutert Stephan Jauch vom Technikkultur in Erfurt e. V. „Doch leider schränkt die Ausschreibung das Projektziel zu stark ein.“ Positive Effekte ergeben sich auch durch den Erfahrungsaustausch der Freifunk-Initiativen untereinander. „Die Erfahrungen in den verschiedenen Städten sind sehr unterschiedlich“, sagt Robert Manigk von Freifunk Jena, „da ist ein regelmäßiger Austausch zwischen den Akteuren erforderlich.“ Verschiedene Projektideen haben zum Ziel diesen thüringenweiten Austausch voranzutreiben und eine Konferenz in Thüringen auszurichten. Mit einer Strategie zur Öffentlichkeitsarbeit soll über die Freifunk-Idee und Technik aufgeklärt und für bürgerliches Engagement geworben werden.

Eine ideale Form der Unterstütung ist in den Augen der Freifunker eine Projektförderung in kleinerem finanziellen Rahmen, wie es sie schon bei anderen sozio-kulturellen Projekten gibt. Weiter sind Zugänge zu öffentlichen Gebäuden und eine Übernahme der Stromkosten erstrebenswert, um dort Installationen aufzubauen.

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Am Donnerstag, den 27. August ab 20 Uhr 30 treffen sich die Jenaer Freifunker im Krautspace. Nähere Infos wie ihr den Raum des Hackspace Jena e. V. findet, könnt ihr auf deren Website nachlesen. Gemeinsam wollen wir besprechen, wie wir die Jenaer Freifunk-Community zukünftig fortführen und aktiver gestalten können. Am Termin können auch technische Fragen zum Router, der Firmware o. ä. besprochen werden. Gern begrüßen wir auch neue Gäste, die erfahren wollen was Freifunk ist und wie sie sich beteiligen können.